Von der Kunstgeschichte der Jahrhundertwende zur Marke im 21. Jahrhundert
Die Geschichte der Architektur, der Möbel und der Wohnaccessoires ist die Geschichte der Verknüpfung von Handwerk und Kunst zu Kunsthandwerk. Diese Verbindung wurde Ende des 19. Jahrhunderts durch das Aufkommen industriell gefertigter Massenprodukte erstmals auf die Probe gestellt: Die Massenfertigung eliminierte des künstlerischen Anspruch ihrer Produkte und setzte alles daran, den Geschmack ihrer Kunden zu nivellieren. Als Widerpart zu dieser Entwicklung wurde im Jahr 1903 in Wien die „Wiener Werkstätte“ gegründet, die bis 1932 aktiv war. Auf Basis handwerklicher Gediegenheit sollten alle Lebensbereiche des Menschen gestalterisch vereinigt und zu einem Gesamtkunstwerk verschmolzen werden. Gründer der Wiener Werkstätte waren Josef Hoffmann, Schüler Otto Wagners, und Koloman Moser, Gründungsmitglied der Wiener Secession, als künstlerische Leiter, sowie Fritz Wärndorfer als Financier. Insbesondere Kolomann Moser gilt heute neben Otto Wagner, Gustav Klimt und Egon Schiele als einer der vier bedeutendsten Künstler des Jugendstils. Ihr Qualitätsanspruch lebt heute in der Philosophie der „Neuen Wiener Werkstätte“ fort.
Im Jahr 1927 gründete Karl Polzhofer der Erste die kleine Tischlerei KAPO im oststeirischen Pöllau. Vier Generationen legten bis heute Hand an, um aus der kleinen Tischlerei mit zwei Mitarbeitern ein international erfolgreiches Unternehmen mit über 280 Beschäftigten zu formen, das 2005 zum „besten Familienbetrieb der Steiermark“ ernannt wurde. Heute bietet KAPO eine breite Palette hochwertiger Erzeugnisse:
Möbel für den gesamten Wohnbereich, Polstermöbel und Wohnaccessoires bilden das Sortiment der Marke „Neuen Wiener Werkstätte“.
Fenster aus Holz und Holz-Alu, Eingangstüren, Innentüren, Wintergärten, Hotel-, Spital- und Geschäftseinrichtungen werden unter dem Markennamen KAPO gefertigt.

Das Sortiment der Neuen Wiener Werkstätte
Die Marke „Neue Wiener Werkstätte“ umfasst heute Möbel, Polstermöbel und Wohnaccessoires. Dabei liegt die wesentliche Stärke in der individuellen, maßgenauen Kompletteinrichtung.
Trotz des hohen Anteils an Handarbeit in der Manufaktur liegt die Lieferzeit mit sechs Wochen in der gleichen Zeitspanne, die man aus der Massenfertigung der großen Möbelhäuser gewohnt ist. Ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil der Qualitätssicherung ist die Berücksichtigung ökologischer Kriterien. Da das Unternehmen im Naturpark Pöllauertal beheimatet ist, werden hier besonders hohe Kriterien angesetzt.
Was das Möbeldesign betrifft, bietet die Neue Wiener Werkstätte zwei Linien an: „Moderne“ und „Klassik“. Beide orientieren sich an der klaren, zeitlosen Linienführung der historischen Wiener Werkstätte. Diese wird in der „Moderne“ auf das Wesentliche reduziert, in der „Klassik“ werden sie feinfühlig und ganz in der Tradition der Marke um Ornamentales ergänzt.
Klare Linien bestimmen auch das Design der Polstermöbel. Auch sie werden in Maßanfertigung hergestellt, um den Kunden ein Höchstmaß an Individualität garantieren zu können. Wer auf ihnen Platz nimmt, spürt die Qualität der Handarbeit und die hohen Maßstäbe, die bei der Auswahl der Obermaterialien angelegt werden.
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